Bio nein, also konventionell? — Bio no, allora convenzionale?

Nicht immer, aber mit steigender Häufigkeit werde ich gefragt, ob ich meinen Weinhof biologisch oder gar biodynamisch führe. Wir praktizieren integrierten Pflanzenschutz, weshalb ich verneine, was bei so manchem Gesprächspartner zumindest am Gesichtsausdruck ersichtliche Enttäuschung hervorruft. Leider ist es anlassbedingt selten möglich oder angebracht, unsere eigene Methoden zu erklären, auch weil es so aussieht, als müsse ich mich für das Nicht-Bio entschuldigen.

Non sempre, ma sempre più spesso mi si chiede, se conduco la mia azienda in modo biologico o addirittura biodinamico. Noi pratichiamo la lotta integrata per cui la mia risposta è negativa. Ciò provoca alcune volte espressioni di delusione. Purtroppo poche volte è possibile o opportuno cominciare a spiegare la propria metodologia anche perchè potrebbe sembrare come se mi dovessi scusare per non lavorare in biologico.

Als Schüler durfte ich zu Beginn der 80er Jahre die hinreisenden Plädoyers des M. Baillod aus Changins miterleben. Es war der von ihm wesentlich propagierte Integrierte Pflanzenschutz (IOBC) der erstmals eine breit angelegte Wende im Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Umweltschutz einleitete. Der umfassende Ansatz der Integrierten Produktion (IP), dass „alle verwendeten biologischen Methoden, Anbautechniken und chemischen Prozesse unter dem Aspekt der Schaffung eines Gleichgewichts zwischen dem Schutz der Umwelt, der Wirtschaftlichkeit und der sozialen Bedürfnisse ausgesucht werden“ (Zitat Wikipedia), hat mich von Anfang an überzeugt.

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Rebschnitt begonnen — Cominciato con la potatura

Etwa früher als voriges Jahr aber immer noch später als die anderen Weinbauern der Umgebung habe ich am Samstag letzter Woche mit dem Rebschnitt begonnen. Angefangen habe ich mit den Merlot-Reben hinter dem Weinhof, am Kotzner. Das dortige Erziehungssystem ist die einfache Pergl, genauer gesagt der sogenannte Terlaner Halbbogen. Deutlich unterscheiden sich die noch ungeschnittenen Reben links im Bild von jenen rechts, welche schon dem Schnitt unterzogen wurden.

Ho cominciato il sabato della settimana scorsa con la potatura, un po‘ prima dell’anno scorso ma sempre dopo agli altri viticoltori della zona. Le prime viti a subire il taglio dei tralci sono quelle del vigneto Kotzner, situato tra il maso e la montagna. Il sistema di allevamento in quel sito è la pergola semplice (quì più esauriente con qualche figura). In modo netto si distinguono le viti non ancora potate alla sinistra da quelle già sistemate alla destra.

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Kann das entscheidend sein? — Può questo essere decisivo?

Ich kann nicht schlafen, deshalb schreibe ich, jetzt. Um 3.00 Uhr haben uns Gewitterdonner und Regengeprassel geweckt. Sofort ist mir in den Kopf geschossen, dass wir heute ja die optimal reifen Chardonnay der bewährten Altanlage „Ogeaner“ wimmen wollten. Schon Samstags habe ich einige Trauben bemerkt, an denen die Beerenhaut begonnen hat, braun zu werden und sich aufzulösen. In meinem Verständnis von Traubenqualität kein Problem, stellt das doch fast eine Mazeration am Stock dar, wertvolle Inhaltsstoffe der Beerenhaut wandern schon vor der Lese in den Saft.

Non riesco a dormire, e perciò scrivo, in questi instanti. Alle ore 3:00 il suono di tuoni e lo scrosciare della pioggia ci hanno svegliati. Instantaneamente mi è passato per la testa che proprio questo lunedì volevamo vendemmiare le viti vecchie dello Chardonnay Ogeaner, ormai giunte ad ottima maturazione. Già il sabato ho scoperto le prime uve dove la buccia si cominciava a decomporre, diventando brunastra. Secondo il mio concetto di qualità ciò non è un problema, in quanto costituisce una specie di macerazione prefermentativa in pianta, composti importanti della buccia vengono rilasciate nel succo della polpa ancora prima della vendemmia.

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Golden Boys from Ogeaner

Am vergangenen Montag haben wir mit dem Wimmen begonnen. Nicht für die eigene Vinifikation aber für die Kellereigenossenschaft Kurtatsch, welche etwas mehr als die Hälfte unserer Trauben bekommt. Gesunde Ware, kein Hagel, keine Botrytis, keine Essigfäule aber geringe Erträge, die ersten Tage waren entspanntes Lesen  bei schönem, oft aber unangenehm heißem Wetter. Hinsichtlich den Traubenpartien, aus denen ich selbst Wein mache, habe ich es wie üblich nicht eilig und beschränke mich auf ein paar Reifetests, um die nächste Woche, sollte das Wetter mitspielen, planen zu können. Die Ergebnisse waren durchaus überraschend.

Lunedì scorso abbiamo iniziato con la vendemmia. Non per la propria vinificazione ma per la Cantina sociale di Cortaccia che riceve un po‘ più della metà della mia produzione di uve. Un prodotto sano, senza grandine, senza botrite e marciume acido… i primi giorni erano una vendemmia relax con il tempo molto bello, troppo caldo però per chi ci lavorava. Circa le uve che trasformo io stesso come di consueto non ho molta fretta a vendemmiarle e non ho fatto altro che un test di maturazione per poter programmare, tempo permettendo, la settimana prossima. I risultati delle analisi erano abbastanza sorprendenti.

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Auch wir haben/hatten so was, „Stunde 111“ — Anche noi abbiamo/avevamo questo, „Ora 111“

Das, was man im Vordergrund sieht, ist der Sockel eines Strommastens an der Grenze unseres Klausners. Eigentlich teilen wir mit dem westlichen Nachbarn dieses zweifelhafte Eigentum. Bis vor ein paar Jahren stand hier ein Ständer einer Leitung, welche der Eisenbahn Strom zuführte. Vor fünfzehn Jahren wurde die Linie stillgelegt und die Drähte entfernt.

Quello che si vede in primo piano sono le fondamenta di un traliccio sul confine del nostro vigneto Klausner. Per essere precisi lo abbiamo in conproprietà con il vicino occidentale. Fino qualche anno fa stava quì un traliccio di una linea che portava corrente alla ferrovia. Quindici anni fa la linea è stata abbandonata e i fili a seguito sono stati tolti.

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Jung und Alt — Giovani e vecchie

Bis jetzt konnte ich immer — auch mit einer gewissen Genugtuung — behaupten, dass mein Chardonnay Ogeaner grõßtenteils von Reben stammt, die mindestens 70, wenn nicht 80 Jahre alt sind. Damit ist es jetzt, wenigstens zum Teil, vorbei. Mit den heurigen Jahr kommen die ersten Trauben der gleichen Sorte eines neuen Weingartens, gleich angrenzend, dazu. Er war vorher, seit den frühen 80er Jahren, mit Weißburgunder bestockt, noch vorher war dort Weißer Riesling.

Fin adesso potevo sempre raccontare con un certo orgoglio che il mio Chardonnay Ogeaner viene prevalentamente da viti che hanno almeno 70, probabilmente anche 80 anni. Con il prossimo raccolto ciò non corrisponde più alla verità. Infatti quest’anno vendemmieremo le prime uve di un nuovo impianto adiacente. Prima lì si coltivavano a partire dei primi anni 80 viti della varietà Pinot bianco, ancora prima Riesling renano.

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Ein frühes Jahr oder inzwischen normal? — Un’annata precoce o ormai nella norma?

Ein frühes Jahr wird es werden das 2011er. Zwei bis drei Wochen früher als voriges Jahr, zehn Tage gegenüber dem Durchschnitt. So die vorläufigen, noch auf dem Blütetermin basierenden, Prognose. Der Witterungsverlauf der letzen Wochen dürfte daran nichts geändert haben. Was ist aber das Normaljahr, mit dem man das Laufende vergleicht? Ein Schnitt der letzen Jahre, welcher als Bemessungsgrundlage drei, zehn oder 25 Jahre hat? Oder der Jahresverlauf, der in den obgenannten Zeitabständen am häufigsten vorgekommen ist? Tatsache ist, so Barbara Raifer vom Versuchszentrum Laimburg und Hansjörg Hafner vom Südtiroler Beratungsring, dass die Erntetermine wieder so früh ausfallen werden wie 2007. Und das klingt nicht unbedingt optimistisch, zumindest nicht für die Weißweine der warmen Gegenden des Gebietes.

Sarà un’annata precoce la 2011. Da due a tre settimane piu avanti della precedente, dieci giorni avanti rispetto alla media. Questo dicono le prognosi basati comunque ancora sulla data di fioritura. Ed il decoso meteorologico delle settimane scorse non dovrebbe averne modificato granchè. Però bisogna domandarsi cos’è un annata normale con la quale si paragonano le singole annate? È la media degli anni scorsi prendendo come lasso di tempo gli ultimi tre, dieci o 25 anni? O è il decorso più frequente osservato sempre nel numero degli anni sopra elencati? Sta di fatto comunque che le date di vendemmia saranno pragonabili a quelle del 2007, lo dicono Barbara Raifer del Centro Sperimentale Laimburg e Hansjörg Hafner del Centro di Consulenza per la Frutti- e Viticoltura. E questo non suona tanto ottimistico, soprattutto per le varietà bianche nelle zone più calde.

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Der Besuch der alten Dame — La visita della vecchia signora

Aber anders als in der Tragikomödie von Dürrenmatt braucht man sich von dieser, den europäischen Weinbau seit bald 150 Jahren heimsuchenden Pilzkrankheit Peronospora, vom Erreger Plasmopara viticola verursacht, gar nichts Positives erwarten. Bis vor kurzem hat die sehr trockene Witterung sich hinsichtlich der Pflanzengesundheit positiv ausgewirkt. Weder der Echte (Uncinula necator) und noch weniger der Falsche Rebenmehltau, ein weiterer Name für die Peronospora, konnten sich in meiner Gegend gefährlich entwickeln. Deshalb haben wir bis zu dieser Regenperiode auch nur eine kombinierte Behandlung, welche hautpsächlich gegen den Oidiumpilz gerichtet war, und zwar am 31. Mai, ausgebracht.

Diversamente però che nel dramma di Dürrenmatt non ci si può aspettare niente di positivo dalla peronospora, in latino Plasmopara viticola, che flaggella la viticoltura europea da quasi 150 anni. Fino a poco fa il tempo asciutto ci ha aiutato parecchio a proposito, nè l‘odio (Uncinula necator) e tantomeno la peronospora si sono sviluppate in modo pericoloso nella mia zona. Per questo fino al periodo piovoso attuale ho fatto un solo trattamento, il 31 maggio, rivolto soprattutto contro l’oidio, detto anche mal bianco della vite.

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Schabigen — Scacchiatura e spollonatura


Es ist wieder Zeit zu Schabigen. Ein paar Wochen nach Beginn des Austriebes ist es an der Zeit, überzählige Triebe zu entfernen. Es geht darum, dass auf der Fruchtrute (dem „Lafer“) jene Triebe abgerissen werden, welche aus dem gleichen Auge sprießen, auch sonstwie zu eng stehen bzw. schon jetzt zu wenig Wuchskraft aufweisen, sogenannte Kümmertriebe. Diese Arbeit wird in Südtirol Schabigen genannt.

È di nuovo ora dei primi lavori al verde. Un paio di settimane dopo il germogliamento bisogna togliere i germogli superflui. Si tratta di strappare dal capo a frutto i doppi getti cioè quelli che escono dalla stessa gemma, i germogli che stanno troppo stretti e quelli che già adesso mostrano una vigoria non sufficiente. Questi lavori si riassumono col termine di scacchiatura.

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Rebschnitt — Potatura delle viti

Wie geht denn das da mit dem Schneiden der Reben? Eine Anleitung liefere ich nicht, aber um einen ersten Eindruck von der Haupttätigkeit eines Weinbauern im Winter zu vermitteln, habe ich mich an ein paar Filmaufnahmen gewagt, einige aus einer für den Betrachter ungewohnten Perspektive.

Com’è che si potano queste viti? Non offro istruzioni in questo post. Ma per trasmettere delle impressioni circa la principale attività invernale del viticoltore ho fatto qualche ripresa. Alcune da una prospettiva leggermente insolita.

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