Erste Laubarbeiten — I primi lavori sul verde

Vor ein paar Woche haben die Reben begonnen auszutreiben. Zwei bis vier Wochen darauf beginnen die ersten Laubarbeiten: Das Schabigen oder Ausbrechen der überschüssigen Triebe. Vor drei Jahren bin ich schon einmal mit einem Beitrag darauf eingegangen. Es ist eine der angenehmeren Arbeiten im Weingarten: die Temperaturen sind noch nicht zu hoch, die Triebe sind ob ihres krautigen Zustandes leicht vom Stock zu reißen und der ganze Stockaufbau ist noch recht übersichtlich. Aber: es ist eine Arbeitsspitze, d.h. das optimale Zeitfenster ist recht eng, bald darauf sollte nämlich schon erstmals eingesteckt (bei der Spaliererziehung) oder hinaufgebunden (bei der Pergl) werden. Und wenn man dann ein Selbstvermarkter ist, muss das ganze auch noch mit der Kellerarbeit kombiniert werden. Wir z.B. füllen nächste Woche, was intensive Vorbereitungsarbeiten im Keller impliziert. Das Filmchen ist übrigens auch deswegen in einen einzigen Durchgang entstanden, der geneigte Leser verzeihe bitte die stark verbesserungswürdige Qualität.


Qualche settimana fa le viti hanno cominciato a germogliare. Tra due e quattro settimane dopo cominciano i primi lavori sul verde: la spollonatura e la scacchiatura dei getti superflui. Tre anni fa ne ho scritto in un post apposito. È uno dei lavori più piacevoli in vigneto: le temperature non sono ancora troppo alte, i getti sono facili da staccare in quanto non ancora lignificati e la parete fogliare non è ancora troppo folta. Tuttavia è un periodo di punta in quanto il lasso di tempo opportuno è ridotto, tra poco si dovranno infilare i germogli tra i fili (nelle spaliere) o legare i getti (nel caso delle pergole). E se poi si è vignaiolo questi lavori devono essere coordinati con gli impegni in cantina. Nel mio caso si imbottiglia la prossima settimana e questo comporta lavori preparativi abbastanza intensi in cantina. Per questo il filmino è stato realizzato in un solo passaggio, il gentile lettore perdoni per favore la qualità parecchio perfezionabile. 

Ein Rebenjahr — Un anno di vite

Vor einem Jahr habe ich es in einem eigenen Beitrag angekündigt, jetzt ist der erste Teil dieses Projektes abgeschlossen. Eine vor der Rebe platzierte Kamera hat tagsüber, d.h. bei genügend Licht, alle 81 Sekunden ein Bild gemacht. Alle drei Tage im Schnitt mussten die wiederaufladbaren Akkus getauscht werden und die Daten auf den Mac übertragen werden. Im Laufe des Jahres kamen so über 120.000 Bilder für ungefähr 55 GB zusammen. Natürlich gibt es technisch einiges zu verbessern, wie z.B. eine fixe unverrückbare Kameraposition von Anfang an oder die zu starken Lichtkontraste. Aber heuer geht das Projekt, hoffentlich verbessert, in die zweite Runde. Unter der Rubrik rechts im Blog namens Vinmeo wird der der jeweils katuelle Stand verfügbar sein. Stay tuned!

Un anno fa ho annunciato in un proprio post questo progetto, adesso una prima parte è stata completata. Un fotocamera piazzata davanti ad una vite ha fatto di giorno ogni 81 secondi una foto. Ogni tre giorni in media le batterie ricaricabili dovevano essere sostituiti ed i dati trasferiti sul Mac. Nel corso dell’anno si sono accumulati oltre 120.000 foto per oltre 55 gb di dati. Naturalmente ci sono parecchie cose da migliorare, come per esempio una posizione fissa della fotocamera fin dall’inizio o una gestione migliore dei contrasti. Comunque la seconda parte del progetto è partita e con l’intento di essere migliorata. Nella colonna destra del Blog con il nome Vinmeo si potrà vedere lo sviluppo delle viti fino all’attuale momento. Stay tuned!

[vimeo width=“527″ height=“390″]https://vimeo.com/81094253[/vimeo]

Entwarnung? — Cessato allarme?

2014-03-16_14-22-21Blühende Mandelbäume zwischen grünen Zypressen und Schneereste auf den umliegenden Bergen, so zeigt sich Mitte März die Natur im südlichen Südtirol. Und wie es momentan ausschaut, ist es ein normales Frühlingserwachen. Und nicht ein extrem frühes, wie es lange zu befürchten war. Das sagt uns der Mandelbaum im Garten, denn er ist seit jeher ein recht genauer Indikator für den Beginn der Vegetationsperiode. Man sagte bei uns immer, im Bozner Unterland blühen die Mandelbäume am Josefitag, d.h. am 19. März. Die Klimaerwärmung der letzten 10 Jahre hat den Beginn dieser Farbenpracht um mindestens eine Woche vorverlegt, aber wie man unschwer am Bild erkennen kann, sind wir heuer glücklicherweise nicht früher als im letztlich üblichen Bereich.

Mandorli fiorenti tra cipressi verdi e resti di neve sulle montagne circostanti: così si presenta la natura a metà marzo nel Sudtirolo meridionale. E sembra essere per fortuna un risveglio primaverile nella norma. Non uno tanto precoce come per tanto tempo si temeva. Questo lo dice il mandorlo nel giardino che è un indicatore esatto della ripresa vegetativa. Si diceva sempre, che nella Bassa atesina i mandorli fioriscono il giorno di San Giuseppe, cioè il 19 marzo. Il cambiamento climatico degli ultimi diec’anni ha anticipato la comparsa dei fiori rosa di almeno una settimana. Come testimonia la fotografia l’andamento di quest’anno rispecchia questa nuova norma, non siamo più avanti del solito, per fortuna.

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Wetter- oder Klimakapriolen? — Capricci meteorologici o climatologici?

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 00.38.16Der derzeitige Witterungsverlauf bereitet mir Sorgen. Zum einen, weil die andauernden Niederschläge, zumeist in der Form von Regen, die Böden mehr als gesättigt haben und damit Staunässe verursachen sowie für längere Zeit auch die Befahrbarkeit stark einschränken. Zum anderen, weil es in diesem Winter noch nie so richtig kalt geworden ist. Schlimm genug in Bezug auf arbeitstechnische und qualtitative Aspekte, wenn dies einen verfrühten Austrieb zur Folge haben sollte. Drastischer ist jedoch die Gefahr von Spätfrösten und damit Totalausfällen, sollten die Reben wesentlich früher aus dem Winterschlaf erwachen.

L’attuale decorso meteorologico mi preoccupa. Le continue precipitazioni prevalentemente sotto forma di neve hanno saturato i terreni provocando ristagni di acqua e di conseguenza impediranno a lungo il passaggio del trattore. Ancora più preoccupante è il fatto che questo inverno non ha fatto ancora veramente freddo. Male dal punto di vista organizzativo e qualitativo se ciò provocasse un germogliamento precoce. Veramente drammatico è invece il pericolo di brinate che comportano perdite totali, se le viti si risvegliano troppo presto.

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Ausdruck des Terrois? — Espressione del Terroir?

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Das heutige Thema wollte ich schon lange loswerden. Die Verwirrung dazu hatte bei mir nämlich schon sehr früh begonnen. 2008 verkostet ein sehr fähiger Produzentenkollege aus der Toskana, dem Südtiroler Weine ziemlich unbekannt waren (was absolut verzeihbar ist) meine Produkte und sagt dann: „Tolle Weine, sie spiegeln perfekt ihr Terroir wieder.“ Natürlich hat mir dieses Urteil geschmeichelt, eitel bin ich ja, aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto nichtssagender sind diese Worte geworden. Um etwas Struktur in meine Desorientierung zu bringen:

Questo sassolino nella scarpa me lo volevo togliere già da diverso tempo. La confusione nella mia mente a proposito è infatti cominciata molto presto. Nel 2008 un mio collega produttore molto bravo della Toscana, che non conosceva i vini sudtirolesi (che è ovviamente perdonabile) assaggiando i miei vini concluse: „Ottimi vini, riflettono perfettamente il loro terroir.“ Naturalmente questo giudizio inizialmente mi ha lusinghiato in quanto tutti accettano volentieri apprezzamenti, soprattutto se espressi da persone importanti. Più ne ho riflettuto però, più queste parole sono diventate insignificanti. Per fare un po‘ di ordine nel mio chaos:

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Farbenspiele — Gioco di colori

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In den Weingärten zeigen sich die Reben vor der Winterruhe noch einmal in ihrer letzten herrlichen Pracht. In wenigen Tagen werden die angekündigten Niederschläge und die folgenden Fröste die letzten Blätter von den Reben holen. Statt gelb und rot werden in den nächsten Monaten die Farben braun und schwarz die Weingärten prägen. In der Umgebung sind schon einzelne Weingärten komplett geschnitten, wer sich aber wie ich um Verarbeitung und Vermarktung kümmern muss, kann sich erst irgendwann vor Weihnachten wieder um die Reben kümmern.

Nei vigneti le viti fanno vedere prima del riposo invernale ancora una volta la loro bellezza seducente. Tra pochi giorni le piogge e la brina seguente faranno cadere le ultime foglie. Invece dei colori giallo e rosso domineranno nei prossimi mesi il bruno ed il nero le vigne. Nei dintorni alcuni appezzamenti sono già potati completamente; da vignaiolo che si deve occupare anche della vinificazione e della commercializzazione mi potrò occupare delle viti soltanto verso Natale.

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Reifezeit, Sorgenzeit — Tempo di maturazione, tempo di preoccupazione

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Die Zeit hat begonnen, wo ich mir mehrmals am Tag nicht nur einen, sondern gleich mehrere Wetterberichte im Internet anschaue. Wie schon mehrmals betont, entscheidet ab jetzt mehr denn je der Witterungsverlauf darüber, welche Art von Trauben wir in den Keller bringen (wie der Wein schlussendlich wird, ist dann wieder ein anderes Kapitel). Jetzt sind die Beerenschalen reifebedingt dünn geworden, von innen her lösen sie sich auf, weswegen jeder Niederschlag ein Risiko darstellt. Den Regen vor drei Wochen hat es dringend gebraucht, um eine für unsere Verhältnisse lang anhaltende Dürreperiode zu beenden; alles was jetzt kommt wird aber mehr oder weniger schaden. Es braucht dabei nicht unbedingt viel Niederschlag, eine lang anhaltende Blattnassperiode kann gleichsam schädlich sein.

È cominciato il periodo dove più volte al giorno consulto in internet non solo uno ma fino a quattro servizi meteorologici . Come ho già affermato in diverse occasioni,  adesso più che mai il tempo decide che tipo di uve porteremo a casa (come sarà il vino che ne uscirà è poi ancora un’altra storia). Le bucce sono diventate sottili a causa della maturazione, si decompongono dall’interno ed ogni precipitazione è ormai da rischio. Le piogge di tre settimane fa erano necessarie per finire un periodo molto lungo di siccità; tutto quello che verrà adesso potrà danneggiare più o meno gravemente. A ciò non serve neanche tanta pioggia, bastano ore di bagnatura.

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Wie 2006 oder 2008? — Come nel 2006 o 2008?

2013-08-21 18.08.01
Die erste Augusthälfte ist vorbei und — spätes Jahr hin oder her — das Wimmen nähert sich. Eine wichtige Hilfe für die Einschätzung des möglichen Erntetermins und der damit verbundenen Vorbereitungsarbeiten stellt der Reifetest des Versuchszentrums Laimburg dar. Neben einer detaillierten Analyse des Jahreswitterungsverlaufes und der phänologischen Stadien seit 2006 sind auch die Mostanalysedaten der ersten beprobten Anlagen angeführt und interpretiert.

La prima metà di agosto è passata e nonostante la discussione sull’annata la vendemmia si avvicina. Un aiuto sempre prezioso per stabilire all’incirca l’inizio del raccolto ed organizzare di conseguenza i preparativi è costituito dal test settimanale di maturazione del Centro sperimentale di Laimburg. Accanto ad un’analisi del decorso meteorologico dell’anno e delle fasi fenologiche a partire dal 2006 vengono riportate le analisi chimiche dei primi acini prelevati.

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Wie schaut’s aus? — Com’è?

2013-06-19_15-39-56Es ist sicherlich Zeit, den bisherigen Vegetationsverlauf kurz zu besprechen; bevor schon im Juli die ersten den zur Gewohnheit gewordenen Jahrhundertjahrgang prophezeienden Ernteprognosen die mediale Runde machen werden. Nun, den wenigsten wird entgangen sein, dass wir heuer ein kaltes und überaus nasses Frühjahr hatten. Immer wieder hatten wir auch in der Talsohle leichte Schneefälle zu verzeichnen, die häufigen Niederschläge durchnässten sehr stark die Rebböden, welche in diesem Zustand bei jedem Befahren mit den Traktoren  litten.

È sicuramente ora di parlare dell’andamento vegetativo finora conseguito. Prima che girino per i media già a luglio le prime previsioni prevendemmiali che come consueto prediranno un’annata ottima se non del secolo. Penso che siano in pochi quelli che non si sono accorti che abbiamo avuto una primavera fredda e molto bagnata. Di continuo si sono avverate nevicate anche nel fondovalle, le precipitazioni frequenti ed abbondanti hanno inumidito molto i terreni che hanno subito danni dal passaggio con i trattori.

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