The Judgement of Paris (2): The Winner is (not) everybody’s Darling

Peter Paul Rubens: The Judgement of Paris

Wenn man am Ende eines Weinkostwettbewerbes die Jurymitglieder fragt, was sie vom Siegerwein halten, dann werden die wenigsten sich mit diesem vollends identifizieren. Diese Erfahrung habe ich fast immer nach den von mir organisierten Verkostungen gemacht. Anfänglich bin ich darüber sehr erschrocken und habe vorsichtshalber die Auswertung wiederholt, Fehler konnte ich zum Glück aber keine finden. Der Grund dieser Unzufriedenheit liegt aber woanders: fragt man nämlich die Koster, welchen Wein sie favorisieren, dann bekommt man oft fast so viele Antworten, wie es Mitglieder der Kommission gibt.

Chiedendo alla fine di un concorso enologico ai membri della giuria cosa ne pensino del vincitore, solo pochissimi si identificheranno con lui. Questa esperienza l’ho fatta quasi sempre negli ormai numerosi concorsi che ho organizzato. Le prime volte mi sono spaventato molto e per sicurezza ho rifatto tutti i calcoli. La causa di questo disagio si trova però altrove: se ai giudici si chiede, quale vino secondo loro abbia meritato di vincere, si ottengono un numero di risposte differenti che si avvicina spesso al numero di membri della comissione.

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In die Tiefe — In profondità (1)

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Als unsere Hofstelle gebaut wurde, war sie als das Wohnhaus und Betriebsgebäude eines mittleren Südtiroler Obst- und Weinbauers geplant. D.h. es sollten, wie es zu 90 % in unserer Gegend der Fall ist, Trauben und Äpfel angebaut werden, deren Verarbeitung und Lagerung sollte aber in einer Genossenschaft oder durch einen Händler erfolgen.

Quando è stato costruito il nostro maso, esso doveva ospitare un’azienda fruttiviticola sudtirolese di medie dimensioni. Si pensava, come succede in più del 90 % dei casi in zona, alla coltivazione di mele ed uve, da trasformare e conservare in cooperative o presso commercianti. 

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The Judgement of Paris (1): Es lebe die Blindverkostung — Evviva la degustazione alla cieca

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„Belächelnswert“ seien die Ergebnisse, sie „könnten nicht ernstgenommen werden“. Mit diesen Worten reagierte die französische Presse auf das Ereignis, nachdem sie den Ausgang nicht mehr totschweigen konnte. Es ist zweifelsohne die weltweit wichtigste Weinverkostung, welche am 24. Mai 1976 im Pariser InterContinental Hotel stattgefunden hat und als Judgement of Paris in der Weingeschichte Einzug gehalten hat. Erstmals wurde die scheinbar in Stein gemeißelte Wahrheit, das Frankreich absolut und für immer die besten Weine der Welt mache, ernsthaft in Frage gestellt.

„Ridicoli“ sono i risultati e  „non possono venir presi in seria considerazione“. Con queste parole reagiva la stampa francese all’evento, quando non riuscì più a tacere i risultati. È senza dubbio la degustazione più importante a livello mondiale, che si è svolta il 24 maggio 1976 al InterContinental Hotel di Parigi e che con il nome di Judgement of Paris è diventata parte dei libri di storia del vino. Per la prima volta si è messo in discussione l’apparentemente eterno primato francese di produttore migliore di vino al mondo.

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Fiorenzo Sartore: Vini industriali e altre definizioni — Industrielle Weine und andere Definitionen

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Mit so einer Resonanz auf die vordergründig einfachen Frage „Wo ist die Grenze zwischen handwerklich und industriell?“ habe ich eigentlich nicht gerechnet. Nach den vielen Stellungnahmen anderer wird sich so mancher gefragt haben, wie mein Standpunkt zum Thema lautet. Mehr oder weniger kann ich mich in jedem der in den Kommentare geäußerten Definitionen bzw. Parametern wiederfinden. Das spricht weniger gegen mich als für die Ausgewogenheit und Vollständigkeit der Kommentare. Tatsache ist, dass wenn wir handwerklich oder industriell vernehmen, sehr wohl wissen, in welche Richtung der Produzent bzw. sein Wein gedreht sind, wo er sich aber genau auf der „handwerklich-industriell“-Skala befindet, wird wohl weiterhin der persönlichen Einordnung überlassen bleiben.

Non mi aspettavo veramente una tale risonanza alla mia apparentemente semplice domanda  „Dov’è il confine tra l’artigiano ed l’industriale„. Dopo le numerose prese di posizioni qualcuno si sarà anche posto la domanda, che cosa ne penso io. Più o meno mi ritrovo in tutte le definizioni e parametri espresse nei commenti. Con questo voglio anche apprezzare il fatto che i commenti erano molto completi e equilibrati. Il fatto è che quando percepiamo artigianale o industriale sappiamo in che direzione è orientato il produttore o il suo vino ma dove questi sono esattamente localizzati sulla scala di misura artigianale-industriale rimarrà giudizio personale. 

Ich danke Fiorenzo Sartore, dass er mir seinen Beitrag zum Thema vollinhaltlich überlässt. Er fasst das Dilemma zum Thema so treffend zusammen, dass ich es meinen deutschsprachigen Lesern nicht vorenthalten will.

Ringrazio Fiorenzo Sartore  per avermi dato a disposizione il suo articolo sul tema. Egli riassume in modo tanto calzante il dilemma che non voglio celarlo davanti ai miei lettori di lingua tedesca.

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