Der „weinraum“, von außen gesehen — Il „weinraum“ visto da fuori

Allmählich, aber mit stetig steigendem Interesse, wird der weinraum KOBLER wahrgenommen. Sei es im Internet wie auch auf den gedruckten Seiten. Momentan noch in einer Tageszeitung, zur Adventszeit auch in Buchform. Wir hoffen, dass auch in den nächsten Monaten, wo seine Funktionalität als Kost- und Seminarraum auf die Probe gestellt wird, die bisherige Zufriedenheit anhält. Zugegeben, eigentlich sind wir dessen ziemlich sicher, ist das Konzept der Architekten Mayr und Gallmetzer in erster Linie doch der Funktionalität verpflichtet und waren erste Betatests schon erfolgreich.

Pian pianino, ma con interesse in aumento, il weinraum KOBLER viene recepito. Sia in internet che sulla carta stampata, con l’inizio del tempo d’avvento anche come contributo in un libro. Speriamo, anzi ne siamo quasi certi che la soddisfazione continui anche nei prossimi mesi, quando l’uso del weinraum come spazio per degustazioni e seminari si  intensificherà. Siamo fiduciosi in quanto i progettisti Mayr e Gallmetzer hanno concretizzato un concetto rivolto soprattutto alla funzionalità e i primi betatest erano coronato di successo.


Eine sensible Beziehung — Un rapporto delicato

Wein und Kastanien, das ist nicht so einfach, wie man vielleicht anfänglich meinen könnte. Besonders wenn es nicht um den Verzehr der eigentlichen Früchte sondern um den Genuss von Speisen geht, für deren Zubereitung Kastanien verwendet wurden. Auch für dieses Jahr hat die Vereinigung zum Schutz der Marroni aus Castione (Associazione Tutela Marroni di Castione) einen Wettbewerb dazu ausgeschrieben. Und auch heuer hatte ich die Ehre, in der Kostkommission zu sitzen, welche sich dieser leider unüblichen Aufgabe zu widmen hatte. Vom 22. bis 24. organisiert dieser rührige Verein wieder  seine Festa della Castagna mit einem reichhaltigen Programm; im Rahmen desselben werden auch die Gewinner dieses Wettbewerbs bekanntgegeben.

Vino e castagne, questo binomio non è così semplice quanto potrebbe sembrare. Soprattutto se non si tratta di consumare il frutto di per sè ma quando si usa la castagna come ingrediente per diversi piatti. Anche quest’anno lAssociazione Tutela Marroni di Castione ha bandito un concorso a proposito. E anche stavolta ho potuto far parte di questa commissione d’assaggio che si aveva da dedicare ad un compito purtroppo ancora insolito. Dal 22 al 24 ottobre l’associazione organizza l’annuale Festa della Castagna con un ricco programma, nel corso del quale verranno reso noti tra l’altro i vincitori di questo concorso.

Diesmal bleiben die Gewinner bis zum nächsten Wochenende ein Geheimnis. Wie aber schon im vorigen Jahr passten sich Weine mit einem zarten, unaufdringlichen Bukett und einem Geschmack mit eher wenig Säure und Gerbstoff am besten an die Kastaniengerichte an. In ihrer Zeitschrift „… nel castagneto“ wurde u.a. detalliert darüber berichtet.

Per questa volta i vincitori resteranno segreti fino alla manifestazione. Comunque, come abbiamo già visto l’anno scorso, i vini con aromi non troppo esaltati e  sapori poco acidi nonchè strutture modeste sono quelli che meglio si abbinano a piatti a base di castagne. Nella loro rivista „… nel castagneto“ ne parlano in modo più dettagliato.

Fittness-Studio Weinkeller — Palestra in cantina

Seit etwas mehr als einer Woche sind die auch die letzten Trauben im Keller: der Merlot für den Kretzer wurde am 6., jener für der Riserva am 8. Oktober gewimmt. Die Trauben der Partie, die für unser polarisierendes Nischenpunkt, den Roséwein, die Basis darstellt, wurden bei Kellertemperatur für zwei Tage als gerebelte und geschwefelte Maische mazerieren gelasssen und dann ganz sanft einmal kurz abgepresst. Die Maische, welche hingegen einen Rotwein ergeben soll, wurde direkt in die beiden 40 HL-Gärtanks gepumpt.

Da un po‘ più di una settimana anche le ultime uve sono in cantina. Le uve di Merlot che costituiscono la base del nostro rosato polarizzante sono state vendemmiate il 6, quelle che daranno origine al  riserva invece l’8 di ottobre. Il pigiadiraspato del rosato ha fatto una macerazione solfitata a temperatura di cantina per due giorni, dopodiché è stato sottoposto ad una brevissima leggera pressatura. L’uva per il vino rosso invece è stata pompata direttamente, dopo previa pigiadiraspatura, nei due vinificatori da 40 ettolitri ciascuno.

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Alle Wege führen nach Rom — Tutte le strade portano a Roma

Auch wenn die letzten Trauben erst am Vortag eingefahren wurden und die Arbeit im Keller noch eine Weile uns unter Druck halten wird, bei der Hausmesse unseres Verteilers für Rom und Umgebung, Enopoli, wollte ich dabei sein. Die italienische Hauptstadt ist für mich ein wichtiger Markt, bisher gerade was die Weißweine und speziell den Gewürztraminer angeht.

Anche se le ultime uve le abbiamo raccolte soltanto il giorno prima ed i lavori in cantina vanno avanti ancora a ritmo serrato volevo partecipare a questa presentazione del nostro distributore per Roma e d’intorni, Enopoli. La capitale italiana è un mercato importante per me, finora soprattutto per i vini bianchi e quì specialmente per il Gewürztraminer.

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Hassliebe

„Oft sind es nur einzelne Beere, welche von der Fäulnis angesteckt werden, oft aber auch halbe und ganze Trauben. Solche unreif gefaulten Beere bleiben sauer, und schaden nicht nur der Güte des Weines, sondern geben ihm auch einen unangenehmen widrigen Geschmack, oder machen ihn gar ungenießbar, wenn viele solche Trauben unter die andre kommen.“
KALB 1810 *

Mit diesem immer noch gültigem Zitat beginnt meine Diplomarbeit, welche ich 1990 an der Universität für Bodenkultur eingereicht habe. Seit der Beschäftigung mit „Die quantitativen Veränderungen von Traubeninhaltsstoffen und die Aktivitätsbestimmung des Enzyms Laccase bei klassifiziertem Botrytisbefall“ kultiviere ich zwangsläufig ein besonderes Verhältnis zu diesem Pilz. Wir wissen, dass je nach Sorte, Befallszeitpunkt, herbstlichem Witterungsverlauf und angestrebtem Weinstil dieser Pilz Segen oder Fluch bedeuten kann.

„Unreif gefaulten Beere“ habe ich bei unserem zuletzt gelesenen Gewürztraminer nicht gefunden. Der im Bild ersichtliche Botrytisbefall hat sich erst in den letzten Tagen danke der feuchten Witterung entwickelt ,weshalb man schon von einer beginnenden Edelfäule sprechen kann. So etwas hatten wir noch nie, ich bin gespannt, wie sich diese etwas botrytisgeprägte Teilmenge auf den Gesamt-Gewürztraminer auswirken wird.

* L.H. Kalb: Der Weinbau nach theoretischen und praktischen Kenntnissen. Verlag Erhardische Buchhandlung, Stuttgart 1810.