Wiedersehen auf der Bozner Weinkost

Einzigartiger Verkoster, Einzelgänger-Individualist-Konsulent, Perfectionist’s Perfectionist, Uno dei più grandi fra i wine maker italiani, sind nur einige der Begriffe, mit denen Giorgio Grai in der internationalen Weinszene beschrieben wird. Als ich vor etwas mehr als 15 Jahren in der Weinwirtschaft zu arbeiten begann, war es um ihn schon etwas ruhiger geworden. Aus den Reaktionen meiner erfahreneren Kollegen auf meine Frage hin, was dieser Grai außer eine gutgehende Bar am Bozner Waltherplatz mache und wie gut eigentlich seine Weine seien, habe ich zumeist nur ein Kopfschütteln geerntet. Ich schloss daraus, dass entweder seine Produkte nicht so gut oder zumindest besser als das Gewohnte waren, obwohl er diesen Anspruch erhob, oder dass er eine zumindest kontrovers diskutierte, polarisierende Persönlichkeit ist. Bis heute hatte ich leider noch nie die Gelegenheit, einen seiner Weine zu kosten.

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Le nouveau Kobler est arrivé!

Meine Weine kommen nicht als Primeur im November des Lesejahres auf den Markt, sind etwas langlebiger und hoffentlich auch nicht im Sinken ihrers Ansehens begriffen, aber es sei mir doch gestattet, diesen sehr bekannt gewordenen Ausspruch unserer französischen Freunde aus dem Beaujolais verändert wiederzugeben.

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Füllung (3) „Geschafft!“

Ereignisreiche Tage, mit ungewohnt vielen Personen am Hof. Alle habe aber mit viel Einsatz viele Stunden lang an einem Strang gezogen. Dafür sei Barbara, Martine, Franz, Hugo, Stefan, den beiden Andreas und natürlich Monika herzlich gedankt.

Eigenartiges Gefühl, den Keller, bis auf den den Merlot 07, auf einen Schlag komplett leer zu haben. Eine italienische Weinmacherin hat einmal das Füllen der Weine mit dem Auszug der Kinder aus dem Elternhaus verglichen. Bis dorthin hat man einen gewissen Einfluss auf deren Entwicklung, danach sind sie auf sich selbst gestellt und man ist gespannt und natürlich auch etwas besorgt hinsichtlich ihrer zukünftigen Entwicklung.

Füllung (2) „Immer den Wagenheber mitnehmen!“

WagenheberWaren es im vorigen Jahr die ersten von uns getesteten Anroller, vorige Woche die für die Maschine zu weit geklebten Rückenetiketten (inzwischen auch dank Elmar innerhalb von drei Tagen nachgedruckt), so rateten wir diesmal, vom Sarkusmus inzwischen durchdrungen, was es heute denn sein könnte, das ein normales Füllen verhindern wird. So weit sind wir inzwischen schon.

Es kam wie es kommen musste, am Abend waren wird aber doch glücklich.

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